Obwohl ich für keinen Auswärtigen hoffe, dass er jemals tatsächlich darauf angewiesen ist, habe ich mich aufgrund der doch größeren Zahl der nicht-saarländischen Leser des Gedankendepots mal dazu entschlossen, ein kleines Sprachquiz mit saarländischen Begriffen zu starten.
Auch wenn’s wahrscheinlich für sonst niemanden von Interesse ist, sei mir als Phonetiker der Hinweis gestattet, dass es sich um Begriffe der Saarbrücker Mundart, also der rheinfränksichen Varietät, handelt. Denn den saarländischen Dialekt gibt es nicht. Da es leider keine verbindliche Schrift gibt, geb ich’s einfach mal so an, wie ich’s schreiben würde, wenn ich es denn täte. Das häufiger im Saarländischen vorkommende “òò” ist von der Klangqualität wie das “o” in Gott, aber gelängt. (Also nicht wie in Stroh!)
Mitraten darf jeder, allerdings dürfen natürlich nur Nicht-Saarländer eine Antwort abgeben. Ist ansonsten ja doof. Also, was könnte sich denn jeweils hinter diesen Begriffen verbergen? (Ach ja: wer cool ist, lässt Wikipedia und Google jetzt mal zu. So!)
Substantive:
- Freck
- Dippe / Dibbe
- Flemm
- Dròòschel
- Fissääl
- Fòòzkopp
- Gallja (pl.)
- Sießschmier
- Quellgrummbern (pl.) / Quellgrummbeere (pl.)
- Huddel
- Guzzje
- Knaatsch
- Rummelbòòtz
- Uwwerasch
- Knause (auch: Deetz)
- Schnääges
- Zwiwwel / Ziwwel
Adverbien:
- aweil / aweile
- driwwe
Adjektive:
- dabba
- schròò
- tòòpisch
- duuschder
- grääzisch
Verben:
- hämeln
- sich dummeln / sich dummele
- hugge
Und beim nächsten Mal machen wir ein bisschen Landeskunde und lernen, dass das Saarland nicht (mehr) zu Frankreich gehört









